Joe "Pele" Polaischer ist tot

Joe stammt aus Garanas im Bezirk Deutschlandsberg, wohnte während seiner Lehrzeit in Thal und gewann damals etliche Freunde, mit denen er bis zu seinem Tod in Kontakt blieb. Spätere ausgedehnte Reisen rund um den Globus und längere Aufenthalte in einigen Ländern des Südens machten ihn für die weltweiten sozialen und ökologischen Probleme sensibel. Als Konsequenz daraus und nachdem er seine neuseeländische Frau Patricia kennen gelernt hatte, begann er ab Mitte der 1980er-Jahre sich in Neuseeland mit seiner "Rainbow-Valley-Farm" eine nachhaltige "Überlebensinsel" aufzubauen. Die Voraussetzung dafür, war sein ihm angeborenes praktisches Talent. Er konnte alles und schreckte vor keiner praktischen Herausforderung zurück. Seine geistige Orientierung fand er in der "Permakultur". Diese vor allem landwirtschaftliche Kulturtechnik beruht auf ein genaues Studium der natürlichen Zusammenhänge. Sie ist sorgsam darauf bedacht, dass der "ökologische Fußabdruck" des Menschen die Leistungsfähigkeit unserer Ökosysteme nicht überfordert. Seine Farm wurde zu einer weltweit bekannten Lehrstätte ökologischen Denkens und Handelns und Joe ein international gefragter Referent.

Die Thaler Grünen trauern um einen Mann, der uns in mancherlei Hinsicht auch ein großes Vorbild war. Wir hatten seit 1992 mit ihm Kontakt. Ali Koch hatte ihm die ersten Ausgaben unseres Buntspecht nachgeschickt und er schrieb uns, dass er sich über unsere grüne Arbeit in Thal freue. Voriges Jahr war er noch einmal auf einer mehrmonatigen Vortragsreise in Europa. Auf unsere Einladung hin hielte er am 8. August 2007 in Sepp Heinzls Lagerhalle in Unterbichl einen Lichtbilder-Vortrag zum Thema "Ende oder Wende unserer Zivilisation?". Seine damals an den Tag gelegte sehr pessimistische Sicht der Zukunft unseres Planeten war wohl schon von seiner ihm innewohnenden lebensbedrohlichen Krankheit mitgeprägt. Ein großer sensibler Geist und aufrechter Kämpfer fügt sich in den Kreislauf seiner Natur zurück. Möge sein Samen reichlich aufgehen. Ihn gekannt zu haben sind wir dankbar. Seiner Frau Trish entbieten wir unser Mitgefühl. Franz Sölkner

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