Presse: Thal: Asbest wirbelt viel Staub auf (Kleine vom 10.12.2012)

Aufregung in Thal bei Graz um geplante Baurestmassendeponie. Gemeinde hat der Anlage grundsätzlich zugestimmt. Von Asbest sei aber bisher nie die Rede gewesen, sagt Bürgermeister Peter Schickhofer.

In der Heimatgemeinde von Arnold Schwarzenegger, die zuletzt eher durch das Arnie-Museum in aller Munde war, wirbelt jetzt ein Deponieprojekt viel Staub auf. Vor allem die jetzt bekannt gewordene Tatsache, dass auch Asbestabfälle abgelagert werden sollen, sorgt für einen gewaltigen Aufschrei.

Viele Thaler – darunter Bürgermeister Peter Schickhofer – sind gestern aus allen Wolken gefallen, als sie in der Kleinen Zeitung die vom Land Steiermark in Auftrag gegebene „Öffentliche Bekanntmachung“ im Genehmigungsverfahren für die Errichtung und den Betrieb einer Baurestmassendeponie gelesen haben. Schickhofer: „Wir haben nach eingehender Prüfung und umfassender Information der Bevölkerung, auch bei einer Bürgerversammlung, dem Projekt im Gemeinderat einstimmig die grundsätzliche Zustimmung erteilt. Doch von einer Deponierung von Asbestabfällen war bisher nie die Rede.“ Man werde alles unternehmen, damit die Anlage in dieser Form nicht errichtet werde. „Mit mir als Bürgermeister kommt kein Asbest nach Thal“, versichert der Gemeindechef. Auch der Grünen-Gemeinderat Hermann Stern ist entsetzt über diese Vorgangsweise und meldet heftigen Protest an.

Man habe jetzt das vom Projektwerber eingebrachte Vorhaben öffentlich bekannt gemacht, erklärt Hofrat Werner Fischer von der zuständigen Abteilung 13 der Landesregierung. Gegen das Projekt könne jeder eine schriftliche Stellungnahme einbringen, das begründe aber keine Parteienstellung. Nachbarn werden aber gesondert zu der Ende Jänner anberaumten Verhandlung geladen, wo sie Einwendungen einbringen können.

„Auf diesem weit abgelegenen Grundstück in Thal sollen die Baurestmassen nur deponiert werden, die Aufbereitung erfolgt an einem anderen Standort. In einem eigenen Abschnitt – wie vom Gesetz vorgeschrieben – ist auch die Ablagerung von Asbestabfällen aus Eternitplatten oder -rohren vorgesehen“, erklärt Heinz Glössl, Vorstand der Tieber-Stiftung, jener Firma, die dort deponieren will. Das letzte Wort, was den Asbest betrifft, sei aber noch nicht gesprochen. Es gebe auch andere Möglichkeiten.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/grazumgebung/thal/3187800/thal-asbest-wirbelt-viel-staub.story

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