Presse: Kleine Zeitung 03.08.2013: "Deponie hängt wie eine dunkle Wolke über uns"

„Deponie hängt wie eine dunkle Wolke über uns“

Gegner der Baurestmassen-Deponie in Thal erwarten mit Spannung den Behördenspruch.

Die Angst vor der Zerstörung des Naherholungsgebietes westlich von Graz geht um, seit das Bewilligungsverfahren für eine Baurestmassen-Deponie auf einer Waldfläche im Bischofsgraben in der Gemeinde Thal läuft.

Durch die Verkehrsbelastung wären auch Bewohner der Grazer Stadtbezirke Straßgang, Wetzelsdorf, Eggenberg und Gösting betroffen. Der Schutzverein Steinbergstraße hat über 2000 Unterschriften an Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) übergeben. Und über Anwalt Franz Unterasinger wurden nach der Bauverhandlung im Jänner zahlreiche Einwendungen eingebracht.

Jetzt wartet man gespannt auf den Bescheid der Rechtsabteilung 13 des Landes. Das werde nicht vor Oktober sein, heißt es dazu im Kurzmann-Büro. „Bisher haben wir noch keine Gutachten zur Stellungnahme auf den Tisch bekommen“, erklärt Unterasinger. Inoffiziell hört man, dass die Gutachten, außer das naturschutzrechtliche, fertig seien. Sie sollen aber als Ganzes zur Stellungnahme vorgelegt werden.

In den Naturschutz setzt der Schutzverein auch große Hoffnungen. Denn das Areal liegt im Naturschutzgebiet. „Wir können uns schwer vorstellen, dass es im öffentlichen Interesse liegt, dass dieser Wald gerodet wird. Und wie man den Bedarf für die Deponie erklärt“, meint Rudolf Ebner vom Schutzverein. Ebner, der an der Steinbergstraße wohnt, fragt sich auch, wie man neuen Schwerverkehr im Grazer Westen verantworten könnte, wo doch schon jetzt Strafen aus Brüssel wegen der Feinstaubbelastung angedroht sind. „Die Deponie hängt wie eine dunkle Wolke über unseren Köpfen“, hoffen Ebner und seine Mitstreiter auf eine Absage an die Deponie. HANS ANDREJ

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/grazumgebung/thal/3372866/deponie-haengt-dunkle-wolke-ueber-uns.story

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