Presse: Kleine Zeitung 25.09.2013: „Stopp für den Weingarten bei Ruine Gösting“

Etappensieg für die von der Anlage des Weingartens massiv betroffenen Anrainer in der Thalstraße. Bei jedem Regen kamen bekanntlich Schlamm und Geröll vom Weingarten ins Tal. Die Bürgerinitiative forderte eine Wiederbewaldung des Areals, die von der Grazer Bau- und Anlagenbehörde gestern tatsächlich per Bescheid vorgeschrieben wurde. Der Weingartenbesitzer, Hubert Auer, kann allerdings gegen diesen Bescheid berufen. Dann muss das Land Steiermark in zweiter Instanz entscheiden.

Die Anrainer und auch viele andere Grazer, die öfter zur Ruine Gösting spazierten, wehrten sich schon lange massiv gegen die Errichtung dieses Weingartens. Auch die Grazer Baubehörde konnte sich lange nicht zur Bewilligung durchringen. Zu lange. Denn Auer ging in die nächste Instanz zum Land und bekam dort die Rodungsbewilligung. Im heurigen Frühjahr wurde dann die Rodung durchgeführt.

Ich war damals auch auf der Bürgerversammlung in Gösting zu diesem Thema, bei der Bilder vom Murenabgang gezeigt wurden. Sowas wünscht man wirklich keinem. Die Rodungsbewilligung wurde damals vom Land erteilt, weil die Grazer Baubehörde offensichtlich zu lange gebraucht hatte. Diese Rodungsbewilligung wurde erteilt, obwohl es noch gar nicht alle nötigen Gutachten gab (zum Beispiel fehlte das wasserrechtliche Gutachten) – einen solchen Spielraum hat das Land (leider).

Und obwohl es jetzt aktuell einen Wiederaufforstungsbescheid vom Bauamt Graz für das Areal gibt, ist der Schaden oben am „Wein“Berg und herunten auf der Thalstraße schon eingetreten. Viele bezweifeln überhaupt, ob man das Areal oben wieder aufforsten kann. Der Weingartenbesitzer, Hubert Auer, kann (und wird wohl) gegen diesen Bescheid berufen. Dann muss das Land Steiermark in zweiter Instanz entscheiden.

Warum das für Thal interessant ist? Die gleichen Abteilungen des Landes Steiermark entscheiden auch über die Genehmigung der Baurestmassendeponie in Thal, und eingangs die Rodungsbewilligung. Wie man „schön“ an dem Beispiel der Ruine Gösting sieht, können offensichtlich falsche Entscheidungen nur mehr schwer bis gar nicht rückgängig gemacht werden.

Ich fordere damit hiermit und wiederholt die Fachabteilung 13 des Landes Steiermark auf, in der Causa Baurestmassendeponie Bischofsgraben für die Menschen und gegen die Umweltbelastung zu entscheiden, und weder Rodungsbewilligung noch Baugenehmigung für die Baurestmassendeponie zu erteilen.

Mehr auf:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3418760/stopp-fuer-den-weingarten.story

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