Opposition im Jahr 2020, politische Arbeit aus Sicht eines Idealisten

„Opposition muss wehtun, sonst kämpft man sich nicht zurück in die Regierung.“

Sigmar Gabriel SPD-Politiker (*1959)

„Opposition ist die Kunst, den Ast, auf dem die Regierung sitzt, so anzusägen, dass man selbst darauf Platz nehmen kann.“

Carlo Manzoni, Ital. Schriftsteller (*1909, †1975)

„Es ist die Aufgabe der Opposition, die Regierung abzuschminken, während die Vorstellung noch läuft.“

Jacques Chirac, franz. Politiker (*1932)

 

Wenn man sich diese Aussagen von „Zeitgenossen“ durchliest, dann hat man das Gefühl, als Oppositionspolitiker muss man prinzipiell „dagegen“ sein. Oberstes Ziel ist scheinbar, die regierende Partei so zu piesacken, dass Entscheidungen – egal wie diese ausfallen – einen negativen Touch bekommen. Das tragische an der Sache ist, solche Situationen habe ich selbst erlebt. Sitzungen mit endlosen Diskussionen, Meinungen in alle Richtungen und am Ende entscheidet doch die Partei am Ruder. Doch so muss es nicht sein, der Idealist in mir war immer der Meinung, es geht auch anders.

  • Diskussionen auf Augenhöhe
  • Farbzwang? Wozu ist dies notwendig, jede(r) GR hat eine Meinung und die muss gehört werden
  • Kritisieren ist leicht, konstruktive Mitarbeit zeugt von Größe
  • Wenn man Entscheidungen mitträgt, dann erübrigt sich ohnehin die Rolle des Kritikers

„Je mehr sich die Ansichten der Einstimmigkeit nähern, umso mehr ist der Gemeinwille leitend. Die langen Debatten, die Zwistigkeiten, die Tumulte kündigen den Anstieg der Sonderinteressen und den Abstieg des Staates an.“

Jean-Jacques Rousseau
Schweizer Philosoph, Schriftsteller und Staatstheoretiker
(*1712, †1778)

Wieso haben wir das in den letzten 300 Jahren verlernt? Dieses Zitat spricht mir aus der Seele!

Genauso sehe ich die politische Arbeit der Zukunft. Nur einstimmige Abstimmungen zeigen, dass für alle Seiten ein brauchbarer Kompromiss gefunden wurde, der die Zustimmung aller Gesinnungen hat. Widersprechen, um dagegen zu sein, ist keine Lösung. Anderer Meinung zu sein und konkrete Vorschläge bringen ist allerdings keine Schande, sondern fördert das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Ich bin absolut für einen „farbenfrohen“ Gemeinderat, je mehr unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen, desto mehr wird für die Allgemeinheit gearbeitet. Durch ein „Gemeinsam für Thal“ können wir das Optimum in Thal erreichen. Aus diesem Grund bin ich bereit für Thal die grüne „Opposition“ zu sein. Ich würde mich sehr über Eure Unterstützung freuen, damit ich diese Rolle für Euch erfüllen kann.

Robert Schindler

 

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